Behinderung und Teilhabe: Was Sie jetzt tun können
Wenn eine Krankheit oder Behinderung den Alltag, die Arbeit oder die Mobilität dauerhaft erschwert, kann Unterstützung möglich sein. Sie müssen nicht sofort wissen, welcher Antrag genau passt: Beginnen Sie mit Beratung und einer klaren Beschreibung Ihres Alltags.
Die ersten Schritte
- Sammeln Sie vorhandene Arztbriefe, Befunde und Entlassungsberichte. Neue Unterlagen müssen Sie nicht für den ersten Überblick beschaffen.
- Notieren Sie konkret, was im Alltag, bei der Arbeit, unterwegs oder zu Hause schwierig ist.
- Fragen Sie bei der zuständigen Behörde, einem Sozialverband oder einer Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung nach einem Beratungstermin.
Wer kann helfen?
Die zuständige Behörde entscheidet über eine Feststellung einer Behinderung und einen Schwerbehindertenausweis. Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Sozialverbände und Beratungsstellen helfen beim Sortieren von Fragen zu Alltag, Arbeit, Assistenz und Teilhabe. Welche Unterstützung möglich ist, hängt immer von der persönlichen Situation und dem zuständigen Verfahren ab.
Auswirkungen verständlich beschreiben
Eine Diagnose allein beschreibt nicht immer, was im Alltag schwer ist. Notieren Sie deshalb Beispiele: Wege zurücklegen, Treppen, Kommunikation, Konzentration, Selbstversorgung, Termine oder die Ausübung der Arbeit. Diese Notizen helfen Ihnen, Gespräche vorzubereiten und vorhandene Unterlagen zuzuordnen.
Unterlagen geordnet weitergeben
Legen Sie Unterlagen nach behandelnder Stelle oder nach Datum ab und notieren Sie fehlende Unterlagen separat. Geben Sie nur Informationen ab, die Sie verstanden haben. Wenn ein Schreiben unklar ist, kann eine Beratungsstelle erklären, welche Stelle zuständig ist und welche Rückfrage sinnvoll ist.