Gewalt oder Bedrohung: Was Sie jetzt tun können
Ihre Sicherheit geht vor. Wenn Sie akut gefährdet sind, holen Sie direkt Hilfe. Sie müssen keinen Antrag ausfüllen, bevor Sie einen sicheren Ort, Polizei oder eine Beratungsstelle kontaktieren.
Bei akuter Gefahr
Nutzen Sie ein sicheres Gerät
Wenn jemand Ihr Telefon, Ihren Computer oder Ihr Konto kontrollieren könnte, suchen Sie Hilfe möglichst über ein sicheres Gerät oder bei einer vertrauten Person. Speichern Sie keine neuen Informationen dort, wo sie gegen Sie verwendet werden könnten. Sie entscheiden selbst, welche Spuren Sie hinterlassen können und wollen.
Wer kann helfen?
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet anonyme und kostenfreie Beratung. Auch Polizei, Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und Opferhilfen können über Schutz und weitere Schritte informieren. Bei Gewalt gegen Männer, Kinder oder andere betroffene Personen gibt es ebenfalls spezialisierte Beratungsstellen. Welche Hilfe passt, hängt von Ihrer Lage ab.
Wenn Sie später etwas ordnen möchten
Wenn Sie sich sicher fühlen, können Sie vorhandene Nachrichten, Fotos, Arztberichte oder Aktenzeichen geordnet aufbewahren. Sie müssen das nicht allein tun. Eine Beratungsstelle kann erklären, welche Unterstützung und welche Schutzmöglichkeiten in Betracht kommen. Antragfertig ersetzt keine Notfallhilfe, Beratung oder gerichtliche Entscheidung.