Pflege organisieren: Was Sie jetzt tun können
Wenn ein Angehöriger plötzlich oder dauerhaft Unterstützung braucht, entstehen viele Fragen auf einmal. Sie können die Pflegekasse und eine Pflegeberatung früh einbeziehen, damit Sie die nächsten Schritte nicht allein sortieren müssen.
Die ersten Schritte
- Wenn ein medizinischer Notfall besteht, rufen Sie 112. Bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117.
- Kontaktieren Sie die Pflegekasse der betroffenen Person und schildern Sie, welche Unterstützung gerade benötigt wird.
- Notieren Sie, wobei im Alltag Hilfe nötig ist und welche Personen bereits unterstützen können.
Wer kann helfen?
Die Pflegekasse informiert über das Verfahren und kann Pflegeberatung vermitteln. Auch kommunale Pflegestützpunkte und Beratungsstellen helfen beim Sortieren von Unterstützung im Alltag, zu Hause oder nach einem Krankenhausaufenthalt. Welche Leistung oder Unterstützung möglich ist, wird im Einzelfall geprüft.
Den Alltag beschreiben
Notieren Sie konkrete Situationen: Aufstehen, Essen, Körperpflege, Medikamente, Termine, Einkaufen oder nachts Hilfe brauchen. Eine solche Liste hilft bei Gesprächen mit Pflegekasse, Ärztinnen und Ärzten oder Beratungsstellen. Sammeln Sie vorhandene Arztbriefe und Schreiben der Pflegekasse, aber beschaffen Sie nicht alles auf einmal.
Wenn Sie selbst pflegen und ausfallen
Wenn die Pflegeperson krank wird, Urlaub braucht oder kurzfristig verhindert ist, sagen Sie das der Pflegekasse und der Beratungsstelle. Dort kann geklärt werden, welche Unterstützung und Vertretung in der konkreten Situation möglich ist. Holen Sie rechtzeitig Hilfe, bevor die Belastung zu groß wird.