Die Miete ist zu hoch: Was Sie jetzt tun können
Wenn Miete und Nebenkosten kaum noch zu bezahlen sind, ordnen Sie die Lage früh und holen Sie Unterstützung. Wohngeld, Grundsicherung oder eine örtliche Sozialberatung können je nach persönlicher Situation ein möglicher nächster Weg sein; die zuständige Stelle prüft das im Einzelfall.
Die ersten Schritte
- Legen Sie Mietvertrag, aktuelle Miet- und Betriebskosten, Einkommensnachweise sowie vorhandene Bescheide zusammen.
- Notieren Sie, welche Zahlung wann fällig ist und ob bereits eine Mahnung oder ein Schreiben der Vermietung vorliegt.
- Fragen Sie bei Wohngeldstelle, Jobcenter, Sozialamt oder einer Sozialberatung, welche Stelle Ihre Situation prüfen kann.
Wohngeld oder Grundsicherung prüfen lassen
Wohngeld kann für Haushalte mit geringem Einkommen eine Rolle spielen. Wenn der Lebensunterhalt insgesamt nicht gesichert ist, kann stattdessen eine Prüfung durch Jobcenter oder Sozialamt erforderlich sein. Welche Leistung in Betracht kommt, hängt von Einkommen, Haushalt, Wohnkosten und weiteren Umständen ab. Lassen Sie sich den passenden Weg von der zuständigen Stelle erklären, bevor Sie sich auf eine Leistung verlassen.
Unterlagen ohne Hektik sortieren
Eine einfache Mappe hilft: Mietvertrag, letzte Mieterhöhung oder Betriebskostenabrechnung, Kontoauszüge, Lohn-, Renten- oder Leistungsbescheide und Schreiben der Vermietung. Schreiben Sie daneben auf, was unklar ist. Reichen Sie Beträge nur so ein, wie sie in Ihren Unterlagen stehen. Die Wohngeldstelle oder die zuständige Behörde sagt Ihnen, welche Angaben und Nachweise im konkreten Verfahren gebraucht werden.
Wenn bereits eine Zahlung offen ist
Warten Sie bei einer Mahnung, Kündigungsandrohung oder anderen Frist nicht bis zum nächsten Monat. Nehmen Sie Kontakt zur Vermietung auf und bitten Sie zugleich die zuständige Stelle oder eine Sozialberatung um einen zeitnahen Termin. Bewahren Sie jedes Schreiben auf. Bei drohendem Wohnungsverlust finden Sie auf Antragfertig eine eigene Hilfeseite mit weiteren ersten Schritten.
Beratung vor Ort kann entlasten
Kommunale Beratungsstellen und Wohlfahrtsverbände kennen die Anlaufstellen am Wohnort. Sie können helfen, Unterlagen zu sortieren und einen Antrag oder ein Gespräch vorzubereiten. Antragfertig bietet allgemeine Orientierung und eine Ausfüllhilfe; Entscheidungen über Leistungen treffen ausschließlich die zuständigen Stellen.
Passende Hilfe bei Antragfertig
Bei Mietschulden oder drohendem Wohnungsverlust weiterlesen
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